Aus Dankbarkeit für eine überwundene Viehseuche baute der Ibentäler Bauer Pantaleon Mayer um 1500 eine erste Kapelle auf dem Lindenberg. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg ließ der Abt von St. Peter, Philipp Steyrer, eine Barockkapelle errichten. Auf Anordnung des aufklärerischen Kaisers Joseph II. musste diese jedoch wieder abgerissen werden. Sie wurde dann in Eschbach wieder aufgebaut. Doch die Bevölkerung gab keine Ruhe: 1842 stand wieder eine Kapelle auf dem Lindenberg, der sich die Frauengemeinschaft der Mägde vom Lindenberg annahm.
Die Gebetswache
Seit Mitte der 1950er Jahre gibt es auf dem Lindenberg eine ganz besondere Tradition: Männer aus der gesamten Diözese beten dort nahezu das ganze Jahr um den Frieden. Die Wurzeln dieser Gebetswochen gehen zurück auf die erste Gebetswache in der Fastenzeit 1955. Männer, die den Krieg erlebten, fanden sich zum Gebet für den Frieden und Versöhnung auf dem Lindenberg ein. Im September 1955 hat eine Männergruppe aus der Erzdiözese Freiburg in der Ranft von Bruder Klaus die Reise des damaligen Bundeskanzlers Adenauer nach Moskau betend begleitet. Das Ergebnis der Reise war die Freilassung der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus Russland. Dieses Ereignis hat die Gebetswache auf dem Lindenberg stark geprägt. So kommen bis heute Jahr um Jahr mehrere hundert Männer auf den Lindenberg, um in ihren persönlichen Anliegen und den Anliegen der Welt, insbesondere für Frieden und Verständigung zu beten.