Heiliger Blasius

21.01.2026 | Blasiussegen - Ein Segen gegen Halsleiden

3. Februar – Gedenktag des Heiligen Blasius

Dieses Bild zeigt den Heiligen Blasius und den Heiligen Eustachius
Der Heilige Blasius ist im Münster bei den Wandbildern auf der rechten Seite zusammen mit dem Heiligen Eustachius abgebildet.
Vor langer Zeit, im 3./4. Jahrhundert, lebte Blasius als Arzt in der armenischen Stadt Sebaste. Diese Stadt gehörte zum Römischen Reich. Er soll ein einfühlsamer und sehr toleranter Mensch gewesen sein, der allen half, egal ob Christ oder nicht, schwarz oder weiß, arm oder reich. 
Eines Tages wählten ihn die Leute zu ihrem Bischof. Das Christentum war damals im Römischen Reich verboten. Blasius versteckte sich, wurde aber entdeckt und ins Gefängnis geworfen. Dort rettete er einen Jungen, der eine Fischgräte verschluckt hatte, vor dem Ersticken.
Weil er sich weigerte, seinem Glauben an Gott abzuschwören, wurde Blasius gefoltert und ermordet. Bevor er starb, betete er darum, dass alle Menschen, die Halskrankheiten haben und Gott in seinem Namen um Heilung bitten, Gehör fänden. So wird an seinem Namenstag, dem 3. Februar, der Blasiussegen gespendet.
Dieses Bild zeigt den Blasiussegen, gekreuzte Kerzen vor einer Person
Der Priester oder Diakon kreuzt zwei Kerzen und spricht: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
 
Der Heilige Sankt Blasius zählt zu den 14 Nothelfern und wird bei Halsbeschwerden und Halserkrankungen um Hilfe angerufen.
Er kann uns auch Beistand leisten, wenn wir wütend sind und einen „dicken Hals“ haben. Er kann für uns zum Schutzschild werden, dass wir an den Dingen, die uns belasten, nicht so schwer zu „schlucken“ haben – aber er hilft uns auch, dass wir nicht „Gift und Galle“ spucken und böse Worte sagen unserem Nächsten gegenüber.
So kann ein Heiliger Jahrhunderte später wieder hochaktuell werden, wenn das, was aus dem Mund der Menschen kommt, ihnen und ihren Mitmenschen immer mehr schadet, und wenn der Umgangston in der Gesellschaft immer rauer wird …